BadeZimmer

Hände waschen

Eine sehr schnelle Variante, Plastik zu sparen, ist, die flüssige Handseife durch eine Feste zu ersetzen. Bei uns sind an jedem Waschbecken Seifenschalen integriert. Wer dieses Glück nicht hat, kann aber sehr dekorativ die Seife in einer Seifenschale oder auf einem Seifenkissen (zB aus Luffa) am Waschbeckenrand deponieren.
Wenn nur noch ein kleiner Rest bleibt kann man durch festes Drücken diesen an die neue Seife drankleben und muss somit nichts wegschmeißen.
Aktuell nutzen wir die Kinderseife von Savion. Sie duftet herrlich und pflegt die Hände. Meine kleine Tochter findet es zudem sehr lustig sich mit einem Stück Seife zu waschen und dass diese Seife so bunte Punkte hat.
Am zweiten Waschbecken haben wir die Schafmilchseife in Herzform vom Landmanns Biomarkt.
Zudem habe ich nun eine Nagelbürste aus Holz mit Fibreborsten besorgt (zB im Original Unverpackt Shop, von der Firma Redecker). Sie reinigt gründlich und ist trotzdem sanft genug dass man nach einem Matschbad auch Kinderhände damit sauber bekommt.
Meine Erfahrungen zum Thema (feste) Handcreme findet ihr weiter unten unter dem Punkt "eincremen".

Körperpflege

Duschen

Zum Duschen benutze ich nur noch festen Seifen. Diese gibt es in den verschiedensten Variationen und mit verschiedensten Rückfettgraden. Je nachdem ob man empfindliche Haut hat, Wert auf bestimmte Inhaltsstoffe oder spezielle Düfte legt oder einfach nicht so viel Geld ausgeben will, kann man sie natürlich in den Drogeriemärkten oder Supermärkten besorgen oder auch online. 
Im Moment verwende ich die Lemongrass -Seife von hydrophil, die ich neben meinem festen Shampoo auf einer Seifenschale auf einem kleinen Regal gelagert habe, von wo aus ich sie immer direkt mit in die Dusche nehmen kann. Auf der Schale kann sie gut trocknen. Unterwegs habe ich sie in einer kleinen ausrangierten Plastikdose aus der Küche.
Will man regional bleiben gibt es in Pfaffenhofen einen Seifenladen ("Seifen und Kunst" in der Ingolstädter Straße) oder schaut sich auf den Wochenmärkten der Region um. 

Eincremen

Gleich vorab: ich verwende so gut wie keine Cremes mehr, daher habe ich keinen Vorschlag für plastikfreie Lotions.
Eingangs habe ich beschrieben, dass ich sehr trockene und problematische Haut habe. Ich habe mich in den vergangen Jahren wohl durch sämtliche Sortimente mir bekannter Marken getestet und selten war eine Creme dabei, die ich länger als eine halbe Flasche benutzen konnte. Dann fing es an zu jucken und zu brennen, wenn nicht gleich nach der ersten oder zweiten Anwendung. Meine Haut wurde immer trockener. Letzten Sommer habe ich es dann gewagt und jede Form von Bodylotion usw. weggelassen und es funktioniert. Im Sommer einfach so. Im Winter ist es sehr wichtig dass ich die richtige Seife habe zum Duschen und optimal ist es wenn ich einmal pro  Woche ein basisches Bad nehme (diesen Badezusatz habe ich leider noch nicht plastikfrei gefunden). Viel trinken unterstützt das Ganze ebenfalls.
Das einzige, das ich im Winter hin und wieder eincremen muss, sind meine Hände. Hierfür habe ich die feste Handcreme von Ponyhuetchen für mich entdeckt, die in einem Metalldöschen geliefert wird. Es handelt sich hierbei um eine kleine Creme, fast in Form einer Seife, die man einfach in die Hand nimmt, ein paarmal mit den Händen daran reibt, dann weglegt und sich die Hände wie gewohnt cremt. Es funktioniert wunderbar. Ich kann allerdings grundsätzlich eingecremte Hände nicht leiden, daher mache ich das nur vor dem Schlafengehen und so hat die Creme die ganze Nacht Zeit einzuziehen (obwohl sie das nicht bräuchte)

Deo

Deodorants gibt es ja mittlerweile eine ganze Menge an Firmen, Düften und Konsistenzen. Die einen schwören auf Spray, die anderen auf Creme, die nächsten auf einen Stick oder Kristall. Mir war prinzipiell immer egal, in welchem Anzug das Deo daher kam, wichtig war stets nur eins: es musste stark sein. Ich mache Sport, habe eine körperlich anstrengende Arbeit und bin viel unterwegs. Da muss es was aushalten. In den letzten Jahren kamen daher nur ein Deo aus dem Drogeriemarkt in Frage, solang bis mir eine Freundin eines aus Amerika mitbrachte (die Marke gab es früher bei uns auch). Irgendwann ist mir dann aufgefallen, dass darauf steht, wenn man Nierenkrank ist, sollte man es nicht verwenden. nun, ich bin das nicht, aber wollte ich wirklich etwas benutzen, das den Körper so belastet? Nein, da musste es etwas anderes geben.

Bei der Suche stieß ich auf die Deocreme von Ponyhuetchen.

Zugegeben, da sie in einem kleinen Plastikdöschen daher kommt, ist sie nur plastikarm und nicht plastikfrei. Aber sonst erfüllt sie so ziemlich alle Kriterien, die ich an Kosmetika habe (vegan, bio,aluminiumfrei...) allen voran aber eines: ich vertrage sie (was wahrscheinlich an den wenigen und natürliche Inhaltsstoffen liegt).

Die Düfte reichen von herb-erfrischend über Süßlich bis fruchtig. So ist für jeden was dabei. Da ich mir am Anfang nicht sicher war, welches mir am besten gefällt, habe ich ein Set bestellt in Reisegröße. Diese halten bei mir ca. 2 Monate, also lang genug u zu testen ob ich es vertrage, aber kurz genug, wenn mir der Duft nicht so ganz zusagt(meine Lieblinge sind übrigens "Blütenzauber" und "Dandyrella", im Winter ist auch "Kuscheldecke" toll). Es gibt aber auch kleine Probedöschen, wenn man sich mit dem Duft nicht sicher ist.

Sie hält auch beinahe was sie verspricht, ich habe mir an warmen Tagen angwöhnt, mittags einmal nach zu cremen, an nicht so warmen Tagen reicht es, sie frühs aufzutragen.

Im Gegenteil zu anderen Deocremes, muss die Haut nicht zwingend nass oder trocken sein. Einfach auftragen reicht. Und sie hinterlässt keine gelben Flecken auf den Tshirts.

Diese Unkompliziertheit gefällt mir immer wieder bei Ponyhuetchen.

 

Natürlich wäre mir eine plastikfreie Alternative lieber. Sobald ich eine gefunden habe, gibt es natürlich ein Update.

links das feste Parfum, rechts das Deo
links das feste Parfum, rechts das Deo

Parfum

"Hm, wieso Parfum? Das ist doch ein einer Glasflasche? " wird sich jetzt der ein oder andere denken. Natürlich. Allerdings ist die Verpackung meistens alles andere als plastikfrei und die Inhaltsstoffe auch nicht immer so durchsichtig. Für mich gilt noch, dass ich -vor allem im Alltag-  lieber dezente Parfums trage.

Auch hier bin ich über ein Produkt von Ponyhuetchen gestolpert: festes Parfum. Es wird in einem Metalldöschen geliefert, man streicht mit dem Finger darüber und dann über Hals und Dekolleté. Auch hier gibt es wieder verschiedene Duftrichtungen, wobei ich seit einem halben Jahr "Blütenzauber" habe und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht (der Preis finde ich also mehr als gerechtfertigt).

Update Deo

Auf der Suche nach weiteren Alternativen (ich probiere einfach gerne aus, das heißt nicht dass ich die vorherige schlecht finde!) habe ich von einer Kollegin eine Dose mit Deocreme von Manna geschenkt bekommen. Wie ihr seht komplett ohne Duft und es riecht wirklich nach gar nichts, was ich erstmal gar nicht verkehrt finde. Die Konsistenz ist eher fest als cremig, es lässt sich nicht ganz so leicht auftragen, dafür aber schön eincremen. Es bleibt (zumindest bei mir) leider ein heller Film auf der Haut und so fühlt man sich auch.

Die Wirkung ist aber echt überzeugend. Bis jetzt das beste natürliche Deo gegen schwitzen, das ich versucht habe (kein Nachcremen, egal wie heiß und lang der Tag ist). Leider vertrage ich es nicht so gut, d.h. ich kann es nicht länger als 2 Tage am Stück anwenden.

Also habe ich weiter gesucht. Immer wieder bin ich dabei über Deo selber machen gestolpert. Obwohl ich gerne viel selber mach, bin ich in diese Bereich nicht so motiviert, habe mich aber jetzt doch mal dazu aufgerafft und fand das Rezept von Elisabeth Green am ansprechendsten. Allerdings habe ich etwas mehr Kakaobutter dazu gegeben, weil ich dachte, sie hat einen höheren Schmelzpunkt als Kokosöl und daher würde die Creme vielleicht im Bad dann nicht so schnell flüssig werden ( Bei Kokosöl liegt er bei ca. 24 Grad und mein Abschmink-Kokosöl ist zur Zeit meistens flüssig). Und da ich eher starke Deos brauche, habe ich auch doppelt so viel Natron dazu gegeben.

Zuerst muss ich mal anmerken, dass man die Gläser komplett auskühlen lassen sollte nach dem auskochen :D ich habe eine tolle cremige Konsistenz hinbekommen, indem ich nur die Kakaobutter geschmolzen habe und das Kokosöl und den Rest dann nur dazu gegeben habe, aber als ich die Creme in die (noch warmen) Glässchen gefüllt habe, ist sie gleich zerlaufen. Ich habe sie dann aber einfach noch ein paarmal umgerührt, dann ging es auch.

Mit dem Duft ist es so eine Sache. Ich habe nur ein paar Öle zuhause, habe mich für meine Lieblingsdüfte Orange und Zirbelkiefer entschieden. Zusammen mit dem schokoladigen Duft der Kakaobutter riecht es gar nicht schlecht, verfliegt aber sehr schnell, sodass er leider mit keiner geauften Creme mithalten kann.

Vertragen habe ich sie sehr gut und in der Anwendung ist sie auch einfach und hält Körpergeruch gut fern.  Preislich liegt sie natürlich ganz vorne.

Ganz plastikfrei war sie dafür leider nicht, da ich die Kakaobutter nur in Plastik gefunden habe(aus dem Rest habe ich dann noch Schokolade gemacht :D) , aber es gibt im Netz auch genug Anwendungen ohne.

Da mir das mit dem Duft noch nicht so ganz gepasst hat, habe ich mich weiter umgesehen und bin diesmal bei Seifendealer fündig geworden. Ebenfalls im Metalldöschen, hat sie eine tolle Konsistenz, nicht ganz wie eine Creme, eher wie so Körperbutter, die sich sehr gut auftragen und einmassieren lässt, ohne Flecken zu hinterlassen. Den Duft "Wildelilly" finde ich mega toll und passend für den Sommer. Auch hier muss ich bei solchen Temperaturen einmal nachcremen mittags, aber das ist zu verkraften, da sie mir sehr ergiebig scheint (wie eigentlich alle die ich benutzt habe bisher) Und auch sie vertrage ich sehr, sehr gut, weshalb sie momentan mein Favorit ist (die anderen werden natürlich mit aufgebraucht)

 

 

 

Auch der männliche Bewohner nutzt nun festes Deo(ember von eskay). Ein bisschen Umstellung vom Sprühdeo ist es am Anfang schon, jedoch überzeugen die Deos mit der gleichen Wirksamkeit. Klar die Anwendung ist anders und man sollt es vor dem Hemdenanziehen auftragen und ja auch nicht zu viel sonst werden die Kleidungsstücke fettig.

Aber sonst schon eine Klasse für sich, geht genauso und spart wieder einen Teil Plastik.

Haarpflege

Festes Shampoo

Alles begann damit , dass ich kaum ein Shampoo benutzen kann, ohne Probleme. Entweder werden meine Haare nicht richtig sauber oder es juckte mich wie verrückt am Kopf. Da stieß ich auf das feste Shampoo von Ponyhuetchen. Nur natürliche Zutaten in Form einer kleinen Seife, eingepackt in Papier. Das hörte sich erst einmal super an und so bestellte ich direkt auf der Website des kleinen Unternehmens. Als sie ankam, war ich von der Einfachheit der Handhabung sehr überrascht: man streicht mit dem festen Shampoo über die Haare, danach schäumt man die Haare noch auf, wäscht aus und fertig. Und es funktioniert. Es entsteht ein wunderbarere Schaum (anders als bei vielen flüssigen biologischen Shampoos die ich vorher versucht hatte), der sich toll verteilen lässt. Das Haar duftet wunderbar und es glänzt ganz ohne Spülung, Conditioner, o.ä.
Wenn ich das Shampoo gerade nicht brauche, liegt es in einer kleinen Seifenschale außerhalb der Dusche, wo ich es bequem beim Duschen erreichen kann, und trocknet. 
Wenn ich unterwegs bin (z.B. Schwimmbad, Urlaub,...) nehme ich das feste Shampoo und meine Körperseife jeweils in einer kleinen Plastikbox mit, die ich aus der Küche ausrangiert habe.
Bei mir hat das feste Shampoo ca 3-4 Monate gehalten, weswegen ich den Preis völlig gerechtfertigt finde.
Vertragen habe ich es damals im Sommer auch sehr gut. Da ich jetzt im Winter allgemein mit trockner Haut kämpfe, leidet auch die Kopfhaut wieder etwas mehr und daher habe ich mich entschlossen auch noch eine klassische Haarseife auszuprobieren.

Haarseife

So, es ist soweit: das feste Shampoo ist aufgebraucht und seit ca. einer Woche habe ich die Haarseife "Hairpower Brennessel" von Savion im Test. Als erstes ist mir aufgefallen, dass sie etwas langsamer schäumt, als ich es vom festen Shampoo gewohnt bin. das bedeutet, dass ich wirklich sorgfältig sie mit den Händen aufschäume, sie über die Haare ziehe und danach sehr sorgfältig in den Haaren nochmal aufschäume. Dann funktioniert es prima. Den Duft finde ich sehr angenehm, da er dezent ist und so wie es aussieht ist die Seife sehr ergiebig und auch sonst ein wenig billiger als das feste Shampoo, dass ich vorher benutzt habe. Meine Kopfhaut hat es recht gut vertragen, allerdings habe ich damit zu kämpfen gehabt, dass meine Harre nun nicht mehr vollständig sauber werden bzw. sich etwas seltsam angefühlt haben und ich wieder jeden Tag waschen musste. Das habe ich jetzt mit der sauren Rinse (s. unten) im Griff.

Aufbewahrung und Transport wie gehabt auf der Seifenschale und in der Plastikbox.

Alles in allem würde ich sagen, dass für Einsteiger die Anwendung eines festen Shampoos deutlich einfacher ist.

Eine Haarseife ist aber doch die natürlichere Variante und so werde ich noch andere Arten ausprobieren. Es ist auf jeden Fall machbar, aber man sollte die ersten Male damit rechnen, dass es nicht sofort ein perfektes Ergebnis zeigt und man für sich den richtigen Weg eventuell erst finden muss.

Saure Rinse

Wenn man sich mit dem Thema Haarseifen auseinander setzt, kommt einem schnell der Begriff "saure Rinse" unter. Gemeint ist damit eine Spülung, die man vor allem nach Gebrauch einer Haarseife machen sollte, die man aber auch z.B. anstatt einer Spülung aus dem Drogeriemarkt in Kombination mit einem herkömmlichen Shampoo machen kann.

Hierfür habe ich mir einen (ausrangierten) Plastikmessbecher aus der Küche genommen, ca. 700ml Wasser eingefüllt und einen Schuss Apfelessig mit dazu gegeben. Laut Internet kann die Menge des Apfelessigs variiert werden, je nach Haartyp und auch Härtegrad des Wassers.

Nach dem Haare waschen wird es über die Haare gegossen. Mein erstes Fazit: Nehmt warmes Wasser! 

Dann kann man es sorgfältig auswaschen (oder auch drin lassen, aber das ist nix für mich) und wie gewohnt föhnen. Während dem Föhnen ist der Essiggeruch schon verflogen und das Ergebnis war echt super. Ich habe mir die Frage gestellt, warum ich jemals Geld für eine herkömmliche Spülung oder Kur ausgegeben habe. Die Haare waren weich und kämmbar und hatten einen tollen Glanz. das werde ich definitiv öfter machen.

Und um die Mission Plastik sparen nicht aus dem Blick zu verlieren: Den Essig kaufe ich in einer Glasflasche.

Haarbürste

Da meine alte Haarbürste langsam den Geist aufgegeben hat, habe ich mich nach Ersatz umgeschaut. Ich hatte schon als Jugendliche eine Naturbürste für die Haare und habe mich noch erinnert dass die Haare immer toll waren, allerdings hat mich gestört dass man sie so schlecht sauber bekommen hat.
Auf meiner Suche bin Ich zunächst bei der veganen Variante von Redecker hängen geblieben, die es im Original unverpackt gibt. Ich hatte allerdings gelesen, dass die Anzahl der Reihen besagt für welche Haarlänge sie geeignet ist. Meine war nun für kurzes bis mittellanges Haar. Da ich lange Haare habe, hat es mich nicht verwundert dass ich kaum durchkam und ich dabei die Borsten etwas deformiert habe. Sie war also nichts für mich, also haben wir ein paar kleine Sticker draufgeklebt und jetzt ist sie die Bürste meiner Tochter, die kürzeres und glatteres Haar hat als ich, bei der wir sie wunderbar verwenden können.
Daraufhin habe ich mir eine Langhaarbürste von Redecker bestellt, dieses Mal leider nicht vegan. Aber sie ist wirklich top. Ich muss zwar etwas mehr Sorgfalt fürs kämmen aufwenden, aber so konzentriert man sich wenigstens auf das Kämmen. Ich bürste morgens und abends und ich muss sagen, dass meine Haare toll glänzen, weich sind und zusammen mit dem festen Shampoo konnte ich die Zeit verdoppeln, die ich bis zur nächsten Haarwäsche ausgehalten habe. Also: top!
Mein Manko war ja früher dass ich sie nicht richtig sauber bekommen habe, dazu habe ich mir jetzt für kleines Geld einen Bürstenreiniger (sieht aus wie ein Mini-Rechen) dazubestellt und der funktioniert wirklich prima. 
Caro

Gesicht reinigen

Waschbare Abschminkpads

Ich kann wirklich absolut nicht nähen, habe mich aber rangetraut aus einem alten Handtuch und einem kaputten Schlafanzug meines kleinen Sohnes Abschminkpads zu nähen. Man nimmt einfach eine runde Vorlage (Flasche, Glas, etc.) und schneidet die Kreise aus. Ich habe zwei Lagen Handtuch und eine Lage Schlafanzug genommen. Alle drei Lagen aufeinander gelegt und los gehts mit Nadel und Faden im Kreis rum. (Allein wegen der Optik bin ich zweimal rum) natürlich lässt sich das Ganze mit eine Nähmaschiene ordentlicher gestalten. Und klar kann man auch einfach das Handtuch oder einen Waschlappen benutzen. Aber mir reicht ein Pad genau für beide Augen und danach kann es in die Wäsche und sie liegen gut in der Hand. Wenn man so wie ich alte Handtücher oder andere alte Stoffe nimmt, hat das den Vorteil dass diese schon öfter bei der Temperatur (in meinem Fall 60 Grad) gewaschen wurden und somit keiner der beiden Stoffe eingeht, weswegen die Gefahr gering ist, dass sie sich verziehen.

Make-Up-Entfernen

Zugegeben, das wird ein kleiner Artikel bleiben, denn wirklich viel Make-Up habe ich nicht, das ich entfernen muss. Ich habe dennoch immer eine Flasche im Schrank stehen gehabt, da ich so gut wie immer wasserfeste Mascara trage. Diese Flasche ist nun leer und ich habe meine perfekte Alternative gefunden: Kokosöl!

Mit dem (oben genähten) Abschminkpad drüber reiben- ab geht's! Ich brauche pro Auge ca. zwei Anläufe, was aber bei einem konventionellen Make-Up-Entferner bei mir nicht anders war.

Eine kleine Umstellung habe ich dennoch eingeführt: ich bin von der Fraktion, die gerne das Abschminken vergisst und erst in der früh nach dem Duschen merkt, dass ich das nachholen sollte. Danach wird dann sofort geschminkt. Das ist zwar möglich mit dem Fett, aber liefert ein nicht sooo tolles Ergebnis, deswegen schminke ich jetzt immer abends ab und habe gleich noch das Gefühl, dass es eine Pflege für meine Augenpartie darstellt.

Waschen und Peeling

Im Gesicht verwende ich, wenn das Make-up runter ist, nur Wasser zum säubern. Ca. einmal in der Woche habe ich bislang immer ein Peeling gemacht. Dafür habe ich mir nun eine kleine Gesichtsbürste von Redecker besorgt (bei Original unverpackt), die einen Holzgriff und Naturfasern (Ziegen Haar, leider nichts für Veganer) hat. Sie ist wunderbar weich und ohne Druck angewendet säubert sie toll das Gesicht, das Ergebnis ist eine tolle Haut. Laut Beschreibung kann man sie jeden Tag anwenden, aber bei meiner eher trockenen Haut reicht es alle paar Tage bzw. einmal die Woche.

Wattestäbchen

Wattestäbchen sind jetzt nicht klassisch bei dem Thema "Gesicht reinigen" unterzubringen, bei mir gehören sie dennoch etwas dazu. 
Ich verwende momentan die Bambus-Wattestäbchen von hydrophil. Genau wie bei den Zahnbürsten bin ich begeistert. Man verwendet sie einfach genauso wie die klassischen Wattestäbchen. 
Natürlich bekommt man sie hier in der Gegend ausschließlich online, deswegen ist mein Plan, sobald sie aufgebraucht sind, die Wattestäbchen-Variante aus Papier zu versuchen, die es hier bei uns in den Läden gibt. Hierzu zu einem anderen Zeitpunkt mehr.
Für Leser, die Wattestäbchen ausschließlich für die Ohren verwenden, vielleicht noch ein Tip: es gibt auch sogenannte "Ohrschlaufen", ein kleines Gerät, mit dem man die Ohren saubermachen kann und das man danach einfach wieder reinigt. Da ich aber Wattestäbchen auch und vor allem dazu verwende, kleine Patzer bei Wimperntusche und Nagellack zu kaschieren, hilft mir das leider nicht weiter und ich habe diese noch nicht probiert.

Zähne putzen

Zahnbürste

Sehr schnell und einfach kann man Plastik sparen, indem man eine Zahnbürste aus Naturmaterialien verwendet. Ich bin bei den Zahnbürsten von hydrophil hängengeblieben. Die eigentliche Zahnbürste ist aus Bambus, die Borsten sind aus BPA freiem Nylon. Zudem wird sie in einer Umverpackung aus Pappe geliefert, was noch einmal Plastik spart. Die Zahnbürste selbst liegt angenehm in der Hand, ist aber etwas leichter, woran ich mich zwar gewöhnen musste, was ich aber jetzt als Vorteil empfinde. 
Den Kopf kann man nach Gebrauch und vor Entsorgung einfach abbrechen und in den Restmüll werfen, so kann der Rest vom Griff kompostiert werden.

Die letzten Wochen putze ich mir schon fleißig die Zähne mit der Zahnbürste von Apfeldental Diese liegt sehr angenehm in der Hand und nicht wie die bisher von uns gefunden runden Zahnbürsten. Diese lag mir gar nicht. Von Apfeldental gab es einen kleinen VSK freien Gutschein für uns, wofür ich mich nochmal bedanken wollte. 

Das Starterset bietet auch gleich alles was das Herz wünscht. Vier Zahnbürsten(2 blaue und 2 rosa), 2 Etui und einen Zahnbürsten - Parkplatz. Alles gefertigt aus Bambus und wirkt sehr ordentlich und gut verarbeitet.

Leier war ein Etui am Deckel gerissen, nach kurzen Kontakt wurde ohne Murren ein komplett neues Etui an uns geschickt. Dies hat mich sehr gefreut.

Für Kinder gibt es aktuell keine extra kleineren Zahnbürsten und so würde ich diese für Kinder nicht empfehlen.

Zahn "pasta"

Als Plastik freien/armen Ersatz habe ich bislang zwei Varianten versucht:
  • Die feste Zahnpasta am Stiel von lamazuna: eine feste Masse an einem Holzstiel in einer Papierverpackung. Man reibt mit der Zahnbürste bis es schäumt auf der Masse, nimmt die Zahnbürste in den Mund und putzt so die Zähne. Das mit dem Schäumen habe ich leider nicht so gut hinbekommen, aber es ging schon jedes Mal ein bisschen was ab und auf die Zahnbürste. Der Geschmack ist angenehm mild, es schäumt im Mund nicht übermäßig, was ich aber gut finde. Gelagert habe ich das ganze auf einem Luffa-Seifenkissen, so konnte sie immer gut trocknen. Sie ist sehr ergiebig, da sie noch nicht zu Ende ist, kann ich leider nicht sagen wie lange sie hält, aber bestimmt schon 4 Monate (allerdings habe ich auch parallel meine alte Zahnpasta verbraucht)
  • Denttabs: kleine Tabletten, zum Zähne putzen nimmt man eine in den Mund, zerkaut sie mit etwas Wasser und putzt damit Zähne. Es schäumt auch nur wenig und ist etwas flüssig, je nachdem wie viel Wasser man nimmt. Der Geschmack ist schön erfrischend und ich habe jedes Mal das Gefühl dass meine Zähne weißer werden dadurch. Zudem sind die Zähne nach dem putzen sehr glatt. Es gibt sie wohl in der Apotheke in der Plastikbox (=plastikarm), ich habe sie bis jetzt aber bei Original Unverpackt bestellt, da gibt es sie im Glasdöschen (vielleicht haben andere Unverpacktläden sie auch?), es gibt sie mit oder ohne Fluorid

Zahnseide

Eine Alternative zur herkömmlichen Zahnseide habe ich auch bei Original unverpackt gefunden: eine Zahnseide aus reiner Seide mit Bienenwachs (leider nichts für Veganer) in einem Glasdöschen mit Metalldeckel. Anwenden lässt sie sich wunderbar wie "normale" Zahnseide, allerdings wie gute! Sie fasert nicht auf, ist schön weich und reinigt gut. 


Ein kleines update: meine Zahnärztin ist absolut zufrieden!

Rasieren

Ich muss zugeben, als ich über die Alternative nachdachte, musste ich erstmal an meinen Uropa denken. Zumindest glaube ich, dass dieser einen benutzt hat.
Nach ein bisschen einlesen in die Materie (vielen Dank dem Gut Rasiert Forum), war ich dem Thema sehr aufgeschlossen.


Aktuell hätte ich mir einen neuen Scherenkopf für meinen Akkurasier & für meinen Systemrasierer kaufen müssen, daher nutzte ich die Chance und habe mich für einen Raiserhobel enschieden.


Nun hat man hier am Anfang die Qual der Wahl. Groß, klein, leicht oder schwer sollte man am besten ausprobieren und halt erstmal einen guten Anfängerhobel kaufen.


Bei mir wurde es der Merkur 23 C. Liegt Preislich unter 30 € je nachdem wann und wo man ihn kauft.
Der Hobel liegt relativ angenehm in der Hand und ist auch nicht zu groß.


Folgendes Zubehör habe ich mir noch angeschafft:
• Astra Klingen 100 Stk 10€
• Mühle Rasierpinsel ( Dachshaar & Holzgriff) 21€
• Rasierseife-Tiegel von The Bluebeards Revenge ( leider ein Plastiktiegel…dachte das wäre eine Alubox) 10€
• Alaunblock ( stillt Blutungen sehr gut) 10€
• Cooling After Shave Lotion von Nivea (Keramikgefäß) 4€
• Eine alte kleine Plastikschüssel zum Schaumaufschlagen als reuse genutzt.

Alleine die Klingen kosten zwar ca. 10 € aber dafür hält eine Klinge 5-10 Rasuren. Wenn ich von 5 Stückausgehe sind schon 500 Tage vorbei bis ich mir neue Klingen kaufe müsste....kein Vergleich mit einem Systemrasier. Ähnlich schaut es bei der Schaumherstellung aus, ja die Anschaffungskosten sind etwas höher durch Pinsel und Seife. Aber dies amortisiert sich innerhalb kurzer Zeit.

Da Ich nun erst seit ein paar Tagen den Rasierhobel benutze, schreibe ich meine ersten Erfahrungen auf, Details kommen im Laufe der nächsten Wochen.

Rasierschaum:
Man feuchtet den Pinsel erstmal ein paar Minuten in heißem Wasser an. Ich fülle die Schale mit Wasser und gehe duschen, das reicht gut von der Zeit. Den Pinsel danach kurz ausschlagen, das nicht zu viel Wasser in dem Pinsel ist.
Der Pinsel wird kurz in der Rasierseife gedreht, damit dieser die Seife aufnehmen kann. Im Folgenden wird der Pinsel im Gefäß gerührt und hin und her geschlagen. Manche meinen eine Acht zu schlagen sei besser, manche meinen im Kreis oder nur hin und her. Glaub hier gibt es kein richtig oder falsch. Jeder wie er mag.
Schaum ins Gesicht und schon geht es los mit dem ersten Rasiervorgang. Zunächst ging es bisl langsamer und vorsichtiger bei mir zu, jedoch nach und nach erfolgt das Gefühl wie man den Hobel halten muss um die Haar in der Wuchsrichtung gut zu erwischen. Kinnbereich ist wie immer bisl schwieriger.
Nach dem zweiten einseifen (evtl. nochmal bisl Wasser hinzufügen um mehr Schaum zu erhalten) wird gegen die Haarwuchsrichtung oder quer dazu rasiert. Bei Bedarf gerne auch noch ein dritter Durchgang.
Ergebnis:
Wenn man alles sauber durchführt ein sehr glattes Ergebnis. Jedoch sollte man etwas Zeit am Anfang dafür einplanen. Nach einer knappen Woche bin ich immernoch begeistert davon.
Ja die Hautirritationen nach dem rasieren sind noch stärker, jedoch habe ich die relativ gut im Griff mit dem Alaunstift (stillt Blutungen fast sofort, sehr praktisch wenn man danach gleich das Hemd anziehen will) und ein Aftershave beruhigt die Haut.

Pflege des Rasiersets ist sehr wichtig! Den Pinsel entweder auf den Kopfstellen oder in eine Halterung, beide Arten funktionieren, damit der Pinsel trocknen kann und sich keine Bakterien oder Schimmel im Dachshaar bilden.
Der Rasierhobel an sich wird unter heißen Wasser ausgewaschen und kurz auseinander genommen.
Dann ebenfalls trocknen lassen.
Den Tiegel mit der Rasiercreme lasse ich ebenfalls tagsüber trockenen.

Updates werden folgen….
So ein erstes Update: 
Das tägliche Rasieren mit den Hobel geht nun gut von der Hand. Jedoch das Schaumaufschlagen beschäftigt mich noch länger ( manchmal wenn es in der früh schnell gehen muss, wird noch der Fertigschaum aus der Aludose genutzt).
Den Pinsel einweichen kann man gut neben dem Deo auftragen machen. Die erste Rasierseife habe ich bereits leer und bin nun auf eine feste (bio rasierseife manneskraft von nn )umgestiegen. Finde diese riecht sehr angenehm und der Schaum wird auch recht schnell feinporig. Nur muss man mit dem Schaum immer zweimal rasieren, selbst ich bei nicht allzu starken Bartwuchs.
Die Klingen von Astra halten bei mir super lange ( ca. 2-3 Woche pro Klinge). So ist dies Rasur sehr sehr günstig.
Sogar die Körperrasur führe ich nun mit den Hobel durch. Geht besser als gedacht und spart somit jegliche Einwegrasier ein. 
Werde noch mehr Rasiercremen/Seifen benutzen bis ich eine gute Kombination gefunden habe.
Also updates werden folgen !