Kleidung

 

Es gibt einiges Labels, die Kleidung für Babys und Kinder in sehr guter Qualität aus natürlichen Materialien ohne Plastik herstellen. Meistens sehen dies auch noch wirklich toll aus. Leider kann sich nicht jeder leisten, einen Kinderkleiderschrank mit diesen Klamotten zu füllen und dann auch noch jedes halbe Jahr komplett neu, wenn die nächste Größe kommt. Meine Lösung hierfür ist deswegen gebrauchte Kleidung. Gebrauchte Kleidung ist bereits auf dem Markt, meistens schon mehrfach gewaschen (sodass die gröbsten Giftstoffe schonmal gemildert sind) und oft noch sehr gut. Zudem ist sie oft deutlich günstiger als konventionelle neue Klamotten und man kann mal ein Auge zudrücken wenn größere Flecken gemacht werden, wenn das Shirt nur 50 Cent gekostet hat.

Ich habe das Glück einige Bekannte mit älteren Kindern zu haben, von denen ich regelmäßig die Kleidung durchschauen und unsere Lieblingsstücke aussuchen darf.  Was noch fehlt wird durch Basare und Flohmärkte oder das Internet ergänzt.

 

Im Internet find ich besonders die Plattform mamikreisel.de hilfreich, die Verkäufer (und auch die Käufer) sind wirklich nett und es herrschen ungefähr Basarpreise. Ich habe selbst auch einige abgelegte Sachen online, finde das sehr praktisch, da man sie hochläd und dann immer mal wieder etwas verkaufen kann. Natürlich kann man auch bei Portalen wie eBay Kleinanzeigen o.ä. tolle Sachen finden, da habe ich aber weniger Erfahrung. Wenn ihr bei Facebook seid, lohnt sich auch hier einmal ein Blick in die Suche, oft gibt es Verkaufsgruppen in der Region.

 

Basare und Kinderflohmärkte sind hier in der Region immer im Herbst und im Frühling. Hier eine Liste der Basare und Flohmärkte, die in nächster Zeit stattfinden:

  • Im Moment sind mir leider keine bekannt

Die Liste kann wie immer unvollständig sein, wenn ihr noch weitere Termine wisst, nehmen wir sie gerne auf.

 

Für den Schwangerenvorverkauf bitte immer den Mutterpass mitbringen

 

Falls gerade keine Flohmärkte anstehen oder ihr einfach lieber in Ruhe stöbern geht, bei uns in Pfaffenhofen gibt es auch die Kleidermaus, ein Kinder-Secondhand-Laden in der Hohenwarter Sraße 75.

 

 

unterwegs

Trinkflaschen

Durch stöbern auf der Seite kivanta.de kam ich auf die Trinkflaschen der Firma Ecococoon. Eine Firma aus Australien, die unter anderem Trinkflaschen aus Edelstahl herstellen. Sie isolieren und die Farben und Illustrationen sind ungiftig. Der Sportaufsatz besteht zwar aus Plastik, funktioniert aber nicht wie gewohnt, dass man ihn aufziehen muss, sondern man saugt einfach daran und schon kommt etwas heraus. Trotzdem ist er dicht wenn man die Flasche auf den Kopf stellt. Die Kinder sind sofort wunderbar damit zurecht gekommen und lieben ihre Flaschen.

Ich habe mich für die 500ml Variante entschieden. Für eine Dreijährige absolut die richtige Wahl, der Kleine tut sich mit eineinhalb noch schwer sie zu halten, wenn sie voll ist, aber er trinkt in 2-3 Stunden auch keine 500ml und mit einer halbvollen Flasche kann er gut umgehen. Zudem ist die Öffnung ohne Sportverschluss so groß, dass die Kinder sehr gut daraus trinken können und man beim Spülen wunderbar sieht ob sie sauber sind. Nur den "normalen" Drehverschluss würden die Kleinen nicht alleine auf bekommen, deswegen nutzen wir ihn bislang nicht.

 

Einzig, dass die Flaschen nicht in die Spülmaschine dürfen, ist ein Minuspunkt in meinen Augen. Aber lieber ungiftige Farbe als Das. Und da wir nur Leitungswasser trinken, werden sie jetzt einfach täglich mit der Hand gespült und sind dann schnell wieder einsatzbereit. Leider kann ich genau deswegen aber auch nicht sagen, ob das Ganze mit Kohlensäure funktionieren würde.

Obwohl ich es am Anfang für eine Spielerei hielt, bin ich auch von der Isolierung begeistert. Durch Vakuum zwischen zwei Schichten Edelstahl wird das Wasser (bislang) auf Temperatur gehalten. Gerade an sonnigen Tagen ist das ein Vorteil, ich bin gespannt wie sich das im Hochsommer macht.

 

Boxen

Ich bin ein Fan von Glas. Aber für unterwegs ist das einfach ziemlich unpraktisch: Es ist schwer, wenn man mehrere Gläser hat, stoßen sie immer in der Tasche zusammen, gehen leicht kaputt und sind deshalb auch für den Kindergarten absolut nicht geeignet. Jetzt habe ich lange herumgeschaut und mir im

Original Unverpackt Shop eine Edelstahl- Box von Ecobrotbox bestellt. Diese kam an und wurde mir von den Kindern aus den Händen gerissen. Bestimmt weil sie so schön spiegelt. Ich war sehr skeptisch, wie lange sie diesen Zustand behalten würde, ob sie Spülmaschine aushält usw. Ich muss sagen, sie überzeugt in allen Punkten.

Sie ist seit Wochen jeden Tag im Einsatz (manchmal sogar zweimal), dadurch auch in der Spülmaschine und fällt ständig herunter. Trotzdem sieht sie noch so aus wie am ersten Tag.

Meine Kleine bringt sie alleine auf, was im Kindergarten ja sehr wichtig ist, und sie bleibt trotzdem zu (ist aber natürlich nur für Brot, Obst usw. geeignet, also für nichts Flüssiges).

Für den Kindergarten ist sie fast noch etwas groß, aber der Hunger wird ja eher mehr.

Ich hatte auch Angst, dass sie einen metallischen Geschmack an das Essen abgibt, aber auch das ist überhaupt nicht der Fall.  Und die Kinder lieben sie nach wie vor.

Pflege

Je kleiner das Kind bzw Baby, desto unsicherer war ich, welche Pflegeprodukte baucht man wirklich? Es gibt ja so viele Marken und Produkte. Das erste was ich schnell gelernt habe: man braucht nur sehr wenige und muss einfach ausprobieren, was zu den Kindern passt.

Baden

 

Beim Baden fing die Unsicherheit an. Unsere Große hatte mit Neurodermitis etwas zu tun, deswegen haben wir sie im ersten Jahr nur mit einem Spritzer (gutem) Olivenöl im Wasser gebadet, was ihr sehr gut getan hat. (ein weiterer plastikfreier Tip meiner Hebamme war, Muttermilch mit ins Wasser zu geben, dafür konnte ich mich aber nie erwärmen) der einzige Nachteil an dieser Art von Badezusatz ist, dass es einen öligen Film in der Wanne hinterlässt, was in der kleinen Babywanne weniger ein Problem war, aber in der Großen ziemlich anstrengend sein kann. Deswegen verwenden wir im Wechsel auch immer wieder einen "normalen" Badezusatz. Ihre Haut verträgt das mittlerweile. Beiden Kindern tut es auch sehr gut wenn sie hin und wieder mit mir ein basisches Bad nehmen. Gerade wenn Mama oder Papa dabei sind, ist es dann auch nicht so schlimm, dass es nicht schäumt.

 

Zum Haare waschen nehmen wir mittlerweile eine Seife von seifendealer , die sehr mild ist und auch zum Haare waschen geeignet ist. Sie ist bunt, die Kleinen mögen sie total gerne und es funktioniert prima.

Cremen

 

Genau wie bei mir, verwenden wir bei den Kindern fast gar keine Cremes (mehr, die Haut der Großen braucht es zum Glück nicht im Moment). Wenn einmal der Po etwas wund ist, gibt's es etwas Heilwolle mit in die Windel (zB die Linden-Apotheke führt sie im Karton) und ganz selten mal etwas Creme für den Windelbereich von Weleda.

Feuchttücher

 

Feuchttücher produzieren ja Unmengen von Müll. Leider habe ich bislang noch keine für uns brauchbare Alternative gefunden.

 

Im Krankenhaus wurde mit "Babytüchern", die nass gemacht wurden, gewickelt. Für das Krankenhaus finde ich das gut und sinnvoll, da nicht jedes Baby jede Marke oder überhaupt Feuchttücher verträgt. Leider sind die mir immer zerfallen, ich hatte die Stücke überall und richtig sauber wurde das auch nicht.

In meinem Bekanntenkreis wird teilweise mit einem feuchten Waschlappen gewickelt, was ich als Notlösung in Ordnung finde, auf Dauer muss ich jedoch sagen, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt mir für mich das auch nicht vorstellen könnte und dann möchte ich mit meinem Baby das nicht so halten. Außerdem ist es wieder die Sache, dass nur Wasser einfach nicht alles sauber macht, was sich da festklebt.

Dann habe ich es mit Kokosöl probiert: Babytuch über Kokosöl streichen, damit den Po reinigen. Das klappt wirklich gut, es wird alles sauber und die Haut wird auch gleich mit gepflegt. Leider war es für meinen Kleinen etwas zu viel des Guten, er hat es nicht vertragen.

 

Vielleicht ist ja für euch etwas dabei, wenn mir noch eine für uns passende Variante über den Weg läuft, werde ich natürlich davon berichten.

 

Mittlerweile habe ich auch einen Versuch mit Olivenöl gestartet, aber das hat leider bei uns ebenfalls überhaupt nicht funktioniert. Es war schwer anzuwenden, aus der Flasche aufs Tuch gab immer paar Tropfen Sauerei, hab dann in ein kleines Glas umgefüllt um einzutunken (ähnlich wie beim Kokosöl), damit hab ichs auf den Babypopo bekommen, aber leider hat es überhaupt nicht sauber gemacht. Daher leider auch nichts für uns.

Wickelunterlage

Wir haben jetzt jahrelang eine abwischbare Wickelunterlage genutzt. Plastik mit Plastikwolle innendrin :D die war nun endgültig kaputt. Jetzt habe ich sie durch unsere Decke (die im Sommer als Picknickdecke gedient hat) ersetzt, die mit einem Handtuch überdeckt wird. Das kann man dann leichter waschen, falls doch mal was daneben geht. Wobei unsere Decke auch pflegeleicht ist, darauf könnte man z.B. achten, da man sie doch ab und am mal waschen muss wahrscheinlich.

Zahnpflege

Bei der Zahnpflege habe ich nun etwas gezögert, weil ich irgendwie dachte, die Kinder mögen das nicht. Aber mittlerweile haben die beiden Kleinen auch die Bambuszahnbürsten und lieben sie. Gut, dass es zwei Farben gibt, so kann jeder eine haben :D Zahncreme verwenden wir noch die herkömmliche und ich möchte hier auch nicht zu weit gehen. Wenn diese leer ist, möchte ich gerne auf eine biologische umsteigen, aber diese wird dann auch in der Plastiktube daher kommen. Also falls ihr euch unsicher seid: versucht es, die Kleinen machen gerne mit, wenn Mama und Papa auch eine haben.

 

(übrigens haben wir Erwachsenen jetzt auch mal noch eine andere Zahnbürstenmarke ausprobiert (apfeldental). Dazu folgt in kürze im Bereich Badezimmer mehr)

Spielsachen

Natürlich haben unsere Kinder auch Spielsachen aus Plastik. Ich halte es - wie in den meisten Bereichen- auch hier nicht sinnvoll, allles einfach weg zu werfen ohne Rücksicht auf Verluste. Das Spielzeug das schon da ist, existiert nun einmal. Teilweise ist das noch von Thomas, warum also sollte man das wegwerfen? Aber falls mal etwas kaputt geht oder über die ein oder andere Neuanschaffung nachgedacht wird, lohnt es sich auf jeden Fall zu gucken ob es das eine oder andere nicht z.B. Aus Holz gibt oder wie bei der Kleidung, auch gebraucht. Und natürlich wird das weitergegeben, was nicht mehr genutzt wird aber noch brauchbar ist, anstatt es zu entsorgen.
Ich möchte hier auch noch auf die Möglichkeit eingehen, das ein oder andere selbst zu basteln. Die Vorschläge sind nicht komplett palstikfrei, aber es werden zum großen Teil Materialien verwendet, die man ohnehin wegschmeißen würde.

Für Babys/ kleinere Kinder

Unsere ewigen Dauerbrenner seit unsere kleine ein Baby war:
  • Flaschenrassel: eine kleine Flasche (hier aus Plastik, schon seit ca 3 Jahren im Gebrauch) wird mit Linsen (Reis,...) gefüllt. Am besten zukleben mit Sekundenkleber.
  • Schneebesenrassel: einen Tischtennisball (auch einen alten, verbeulten) in einen Schneebesen legen
  • Deckel "zählen": Deckel von Babygläschen saubermachen und sammeln. In den Deckel eines alten Schuhkartons einen Schlitz schneiden, in den die Deckel passen und schon ist die "Spardose" fertig. Kleinere Kinder lieben es auch einfach nur die Deckel einzeln in den offenen Karton zu legen, größere können dann durch den Schlitz werfen und dabei dann evtl auch zählen üben 

Für Regentage

Eine Möglichkeit zB einem verregneten Nachmittag zu füllen ist, eine Kugelbahn zu bauen. Wir haben hierfür alten Karton als Stütze genommen, alte Plastikbecher, Klorollen und Pappe. Das ganze teilweise mit Fingerfarben bemalt, ist es einer wunderbare Bahn für Murmeln, eignet sich aber nicht für ganz kleine Kinder. (allein schon wegen der Murmeln) natürlich soll die Idee nicht dazu animieren, Plastikbecher zu kaufen. Wir haben einfach in den Keller geschaut, was noch da ist und daraus dann die Bahn gebaut, gemäß dem Motto, möglichst alles was noch da ist nach und nach aufzubrauchen.

Für sonniges Wetter

Ausrangierte Plastikboxen, Meßbecher, Puddingförmchen, etc. eignen sich hervorragend als Sandspielzeug oder um im Wasser zu planschen. Wer noch nicht ganz plastikfrei einkauft, kann den Kleinen auch leere Joghurt- oder Frischkäsebehälter zum buddeln geben, so etwas wird auch gerne angenommen.

Selbst gemachte Malkreide

Die Idee dafür habe ich von der Website www.farbenundleben.de, habe aber das Ganze etwas abgewandelt und möchte euch heute von meinem Ergebnis berichten:

Ich brauche

  • Gips
  • Farbsud/Farbpigmente (in meinem Fall den der Ostereier, s. Rubrik Varia)
  • Klorollen
  • Papier
  • Klebstreifen
  • Becher o.ä. in denen es trocknen kann

Zuerst habe ich mich an die Anleitung der Website halten wollen und habe die Papierformen versucht zu basteln. Für eine habe ich ewig gebraucht (rechts im Bild) und daher habe ich dann einfach eine leere Klorolle genommen und unten mit Papier und Klebstreifen zugeklebt(links im Bild).

Dann habe ich jeweils etwa 6 EL Gips mit so viel Farbsud gemischt, dass ein Brei entstanden ist, der in etwa die Konsistenz von Grießbrei hat und das Ganze in die Formen gefüllt. Sie waren dann in etwa zu Hälfte gefüllt. 

Da ich zwei Farben bei den Eiern benutzt habe, habe ich mich an diesen zweien versucht: das eine war Holundersaft (lila bzw. blau im Endeffekt), das andere in Wasser gekochtes Kurkumapulver (gelb).

 

In kleinen Plastikbechern /Gläsern, in welchen die Rollen aufrecht stehen können, muss das Ganze nun mindestens zwei Tage trocknen.

 

Die gelbe Kreide ist jetzt nach drei Tagen bei uns gut getrocknet und funktioniert prima. zunächst (und im Bild) wirkte sie eher braun aber nach dem Trocknen wurde sie gelb und malt auch so.

Die lila Variante ist im Trockenprozess blau geworden und noch nicht ganz trocken, weswegen sie noch etwas schwächer ist im Moment (s. unten). Ich werde das die nächsten Tage noch einmal versuchen.

 

Das Papier bzw. die (aufgeweichte) Klorolle können einfach abgezogen werden, lassen sich aber nicht noch einmal verwenden, da sie beim Abziehen kaputt gehen. Meine "eigene" Variante hat aber ohne Probleme funktioniert.

Die Plastikbecher sind bei uns die letzten Jahre bei Feiern übrig geblieben, da sie aber kaum schmutzig werden, werde ich sie die nächsten Male wieder verwenden. Ich möchte unbedingt noch andere Farben versuchen und werde dann dazu berichten.

Aufbewahren werden wir sie in einer ausrangierten Plastikdose aus der Küche. 

 

kleines update: das Gelb funktioniert auch prima wenn man curcumapulver reinmischt, solang bis der Gips gelb wird und dann mit Traubensaft auffüllt- ich wollte orange. aber es wird ein prima gelb :D


nach 3-4 Tagen spätestens die Klorollen abziehen, je trockener desto schwerer wirds


und ja, die blaue malt mittlerweile auch super!